24.12.2011 0

Gourmet: Für Genießer genau das Richtige

Verführerische Tradition

Ob als Biskuitrolle mit Buttercreme oder verspielte Eisbombe in Form eines Holzscheites: eine "bûche de noël" darf in Frankreich als Weihnachts-Dessert nicht fehlen.

Dessert
Ob in Rot, Braun oder einer anderen Farbe - die "bûche de noël" ist an Weihnachten in praktisch jedem französischen Haushalt zu finden.

Der verführerische Festtagsbrauch geht auf eine Tradition aus dem 12. Jahrhundert zurück. Damals suchten die Familien einen möglichst großen Baumstamm, den sie in ihren Kamin schafften, betend mit Öl, Salz und Wein beträufelten und schließlich anzündeten. Die Asche sollte das Haus vor Blitzeinschlägen und Machenschaften des Teufels schützen. Mit den großen Kaminen verschwand im Laufe der Zeit diese Sitte; der Holzscheit wurde schließlich in kleinerer Form als Tischdeko hergerichtet.

1879 wird die süße bûche de noël erstmals erwähnt. Heute gibt es sie in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen und voller phantasiereicher Verzierungen. Der Pariser Patissier Christophe Roussel hat 2011 sein Werk «Red Christmas» aus Himbeerkompott und Schokoladenmousse komponiert (Foto), liefert aber auch viele andere baumstammförmige Kreationen, die einem beim reinen Betrachten das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

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