07.04.2011 0

Kunst: Musik à la Yann Tiersen mit Klavier, Mandoline und Schreibmaschine

Der Filmmusiker Yann Tiersen in Nizza

Wer kennt die verträumte und mitunter nostalgische Instrumentalmusik zu dem Film «Die fabelhafte Welt der Amélie» von Regisseur Jean-Pierre Jeunet nicht? Doch die Kompositionen von Yann Tiersen sind nicht nur phantasievoll, sondern auch inspirierend. Am kommenden Samstag gastiert der Bretone im Nizzarder Théâtre Lino Ventura.

Yann Tiersen
Yann Tiersen steht für Klassik und Experimentierfreude, Copyright: Dantadt

Yann Tiersens drittes Album «Le Phare» machte ihn in Frankreich berühmt. Doch sollte es bis 2001 dauern, bis er außerhalb seines Heimatlandes anerkannt wurde: durch seine Filmmusik zum Film «Die fabelhafte Welt der Amélie» mit Audrey Tatou. Später folgte auch die Musik zu dem deutschen Streifen «Good-bye Lenin». Im Oktober 2010 erschien Tiersens sechstes Album «Dust Lane», welches er in Frankreich und auf den Philippinen aufgenommen hat. Zeitgleich begann seine Tour mit seinem ersten Konzert in New York.

Der 1970 in Brest geborene Franzose verbrachte seine Kindheit in Rennes. In der Welt der Musik war er schon sehr früh daheim. Er erhielt eine klassische Musikausbildung in Rennes, Nantes und Boulogne. In seiner Musik verbindet er europäische Klassik mit französischem Folk. Er spielt auf klassischen Musikinstrumenten wie Klavier, Akkordeon, Violine. Doch ist er bekannt für seine Experimentierfreude: Vom Xylophon bis hin zur Schreibmaschine findet in seiner Musik alles Verwendung. Stützt er sich in seinen Stücken ausschließlich auf die traditionelle Musik, erinnert das Ergebnis an Frédéric Chopin. Integriert er seine innovativen Ideen und spielt auf der Mandoline, dem Banjo, denkt man eher an das Penguin Cafe Orchestra. 

Bestenfalls lässt sich über den Bretonen sagen, er habe mit seinem neuen Album seine Künstlerader neu entdeckt; die Unabhängigkeit des Künstlers wieder gefunden, aus der alleine verblüffendes Schaffen entsteht.

Am Samstag, 9. April, spielt Yann Tiersen ab 20.30 Uhr im Théâtre Lino Ventura in Nizza.

Ed

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