08.03.2010 0
Kunst & Kultur: Prominente Kunstsammlung kommt bald nach Antibes
Von Dégas bis Picasso
Planque war selbst Künstler und ab 1954 für den Schweizer Kunsthändler Ernst Beyeler in Paris tätig, der übrigens auch über einen Schreitenden Mann von Giacometti verfügt. Laut Müller knüpfte Planque dort Kontakte zu einer Vielzahl von Künstlern. "Insofern ist die Geschichte der Sammlung die Geschichte seines Lebens."
Die großen Leitbilder des Sammlers sollten Cézanne und Dubuffet und vor allem Pablo Picasso werden. Die Collection Planque vereint nicht weniger als 15 Werke Picassos. Die Gemälde spannen einen zeitlichen Bogen von 1917 bis 1970. Sie illustrieren den virtuosen Stilpluralismus des Spaniers von der Spätphase des Kubismus bis hin zu den in flüchtigem Duktus ausgeführten Bildern seines Alterswerks.
Die Planque-Sammlung wird von einer Stiftung in Lausanne betreut. „Die Werke haben jedoch keine museale Heimat und sind damit nur selten zu sehen“, erklärte der zuständige Konservator Florian Rodari, von der Fondation Jean et Suzanne Planque. Die Auswahl für die münstersche Schau traf er mit Museumsleiter Müller gemeinsam.
Rolf Liffers
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