06.08.2010 0

Monaco: Bankdaten werden an deutsche Steuerbehörden weitergegeben

Abkommen Monaco - Deutschland unterzeichnet

Seit knapp einem Jahr ist Monaco offiziell kein Steuerparadies mehr. Der Kleinstaat kündigte damals an, mit insgesamt zwölf Ländern Abkommen zum Austausch von Steuerinformationen zu schließen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) strich das Fürstentum daraufhin von ihrer «Grauen Liste». Das Abkommen mit Deutschland ist nun unterzeichnet.

Der Hafen von Monaco
In der Außenwahrnehmung war Monaco lange Zeit das exklusivste Steuerparadies der Welt. Das soll sich nun ändern

Wie von offizieller Seite verlautet, hatten sich Deutschland und Monaco bereits im vergangenen Jahr auf eine Kooperation zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung geeinigt. Mit Ablauf der Übergangszeit wird das bilaterale Abkommen nun in die Praxis umgesetzt. Dabei geht es vor allem um den Austausch von Informationen, unter anderem von Bankdaten.

Durch die Zusammenarbeit erhalten die deutschen Steuerbehörden von nun an Zugang zu verschiedenen Informationen, die zur Durchsetzung des heimischen Steuerrechts nötig sind. Darunter fallen auch Bankdaten und Auskünfte zu Eigentumsverhältnissen. Dabei ist es egal, ob Verdacht auf eine Steuerstraftat besteht oder ein Steuerstrafverfahren eröffnet wurde.

Die OECD-Standards sollen mehr Tranzparenz in globale Steuerbeziehungen bringen und Steuerhinterziehern das Leben schwer machen.

Bezüglich dieser neuen Maßnahmen wird Monacos Finanzbeauftragter Franck Biancheri am 7. September eine Pressekonferenz in Berlin geben.

SKN

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