29.11.2011 0
Côte d’Azur: Neue Sicherheits-Richtlinien setzen bei Jugendlichen an
Nizzas Bürgermeister will Straftaten besser vorbeugen
Die Weiterleitung von Informationen sei laut Christian Estrosi ein wesentlicher Bestandteil des neuen Sicherheitskonzepts. Er bezog sich dabei insbesondere auf die Ermordung der 13-jährigen Agnès durch einen Schulkameraden vor knapp zwei Wochen. Das grausame Verbrechen hätte vielleicht verhindert werden können, wären mehr Auskünfte über die Beteiligten vorhanden gewesen.
Die Sicherheit der Stadt Nizza soll durch neue Methoden der Verbrechensprävention erhöht werden. Eine Neuerung wäre zum Beispiel die Einrichtung einer Unterstützungs- und Betreuungsstelle für Opfer von Kriminalität. Im Falle eines Gewaltakts erhält der Geschädigte ein Schreiben, das ihn über Hilfsangebote in Kenntnis setzt. In schwerwiegenden Fällen wird ein Polizeiteam die betroffene Person aufsuchen.
Ein weiterer Punkt auf der Liste des Bürgermeisters umfasst die stärkere Kontrolle von Jugendlichen. Die Eltern spielen in dieser Hinsicht eine tragende Rolle: Sie sollen per Brief benachrichtigt werden, wenn ihr Kind in der Öffentlichkeit Alkohol oder Drogen konsumiert.
Erststraftätern zwischen 13 und 18 Jahren sollen fünftägige Praktika beispielsweise bei der Feuerwehr oder Polizei angeboten werden, um sie so zurück auf „den rechten Weg“ zu bringen. Estrosi betonte zudem, dass Schulschwänzer zukünftig strenger verfolgt würden.
Das Konzept beinhaltet weiterführend den Ausbau der Schutzmaßnahmen für die ältere Einwohnerschaft Nizzas. 25 Konferenzen zum Thema sind für das nächste Jahr geplant, rund zehn mehr als in 2011.
Die neuen Methoden sollen vor allem dazu dienen, Kriminelle von der Wiederholung ihrer Straftaten abzuschrecken.
C.M.
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