12.12.2011 1

Côte d’Azur: Bei einem Großbrand am Freitag wurden Einsatzkräfte verschüttet

Feuerwehrmänner entgehen in Nizza knapp dem Tod

Die bei einem Großbrand am Freitag in Nizza verletzten Feuerwehrleute befinden sich nach wie vor in ärztlicher Behandlung. Entgegen erster Informationen liegen derzeit zwei statt drei Männer im Krankenhaus. Sie waren aus dem brennenden Mehrfamilienhaus in der Rue d’Alger Nummer vier befreit worden, nachdem Trümmer eines eingestürzten Zwischengeschosses sie für drei Stunden unter sich begraben hatten.

Dramatische Szenen spielten sich am Freitag in der Rue d'Alger in Nizza ab: Nur knapp entkamen zwei Feuerwehrleute hier dem Tod. Foto: Riviera Times

Das Feuer war am Vormittag zwischen elf und zwölf Uhr in einem Lagerraum im Erdgeschoss des Gebäudes ausgebrochen. Von dort hatte es zunächst auf die erste Etage und dann auf drei angrenzende Appartements übergegriffen. Die Löscharbeiten waren in vollem Gange, als gegen 15 Uhr der Boden unter den Füßen dreier Feuerwehrmänner wegbrach. Unter Schutt und Holz blieben zwei von ihnen drei Stunden lang zwischen sich ausbreitenden Flammen und dichten Rauchschwaden gefangen.

Über hundert Kollegen versuchten lange Zeit vergeblich, die Männer aus ihrem tödlichen Gefängnis zu befreien. Gegen 18.05 Uhr konnte dann der erste der beiden Mittdreißiger ins Freie befördert werden. Kurz darauf rettete man auch seinen Kollegen. Die Rauchopfer wurden umgehend in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Sie befinden sich außer Lebensgefahr.

Der Brand hat außerdem große materielle Schäden verursacht. Vollständig zerstört sind sowohl der Lagerraum als auch die drei Wohnungen. Neun Anwohner müssen sich nun nach einer neuen Bleibe umschauen. Zurzeit sind sie bei ihren Angehörigen und in verschiedenen Einrichtungen der Stadt untergebracht.

Experten, Ingenieure und ein Entwicklungsbüro finden sich heute zusammen, um eine akribische Untersuchung der Gebäudestruktur vorzunehmen. Geprüft werden muss, ob das Haus überhaupt noch bewohnbar ist.

C.M.

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Kommentare

Kommentar von Rush | 12.12.2011

Zitat: Gegen 18.05 Uhr konnte dann der erste der beiden Mittdreißiger auf einer Bahre ins Freie befördert werden

Auf einer BAHRE transportiert man nur Tote!
Verletzte hingegen auf einer TRAGE!

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