07.07.2011 0
Provence & Côte d’Azur: Der erste Abend des Festivals «Plages électroniques» war ein voller Erfolg
10.000 Elektro-Fans am Strand von Cannes
Mehr Vollendung beim Auftakt-Konzert eines Elektro-Festivals ist kaum möglich. Sommerstimmung pur am Strand von Cannes, Neon-Accessoires in allen Variationen, Crêpes-Stände, viel Platz zum Tanzen und natürlich gute Musik – das sind alle Zutaten für das Gelingen einer Techno-Party.
Slipmuzik, ein DJ aus Cannes, machte gestern Abend den Anfang. Mit klassischem Elektro, Dubstep und Glitch Hop brachte er gegen 20 Uhr das noch recht träge Publikum zum Tanzen. Die Stimmung war dabei entspannt, sommerlich und voller Erwartungen. Denn zwischen 18.30 und 0.30 Uhr waren insgesamt vier DJs zu hören.
Spätestens ab dem Auftritt des DJ-Duo Satellit aus Nizza wurde auch bei den größten Tanzmuffeln die Lust zum Mitwippen geweckt. Trotz Freiluft-Disko kamen die Besucher ins Schwitzen. Gegen 22 Uhr wurde es immer enger, doch trotzdem standen vor dem umzäunten Gelände die Gäste Schlange, um zu den «Plages électroniques» zu kommen.
Jack Beats, bestehend aus den DJs Plus One und Beny G, legten als Dritte im Bunde auf. Die beiden Briten aus London bewegen sich mit ihrer Musik zwischen Elektro, House, Hip Hop und Dubstep. Die als «Elektro-Abend» angekündigte Auftakt-Party des Festivals komplettierten sie deshalb mit der elektronischen Vielfalt ihrer Musik.
Den Abschluss machte der DJ A-Trak. Der aus Montreal stammende Wahl-New-Yorker, mit bürgerlichem Namen Alain Macklovitch, ist inzwischen der DJ des Vertrauens von Kanye West – und kann auf eine atemberaubende Karriere zurückblicken. Bekannt wurde er unter anderem durch die Songs «Barabara Streisand» und «Anyway», die er als DJ-Duo «Duck Sauce» zusammen mit Armand Van Helden produzierte.
Gestern Abend verzückte A-Trak mit einer tanzbaren Mischung aus Elektro, Old School Hip Hop, 80er Jahre Funk, Booty, Miami Bass und Baltimore House.
Was Organisation, Sicherheit und Sanitäranlagen betrifft, war der gestrige Abend ebenfalls gut geplant. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: An Getränkeständen und kleinen Crêperien können sich hungrige Tänzer stärken. Um die Einwohner der Stadt Cannes nicht allzu großer Lärmbelästigung auszusetzen, steht die Bühne parallel zum Meer. Vom Bahnhof aus ist praktisch nichts mehr von den «Plages électroniques» zu hören.
Kristin Altmann
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