28.04.2011 0
Provence & Côte d’Azur: Einmalig in Frankreich: Autorikschas in Cannes
Im Tuk-Tuk über die Croisette
Die motorisierte Variante der ursprünglich aus Japan stammenden Rikschas ist ein weit verbreitetes Taxi in Indien, Nepal, Pakistan und anderen asiatischen Ländern, aber auch in Ägypten. Nun hat das Unternehmen «Tuck Tuck Express» die berühmten Autorikschas auch in die Stadt des Filmfestivals gebracht. Sie werden direkt aus einer thailändischen Fabrik nach Europa importiert.
Die Rikschas inklusive Chauffeur lassen sich mieten – nur unter Vorreservierung – für Fahrten in Cannes von einer halben (30 Euro), einer vollen Stunde (60 Euro) oder für einen ganzen Tag (etwa 500 Euro).
«Festlich, spaßig, originell... Wir sind die Einzigen, die die echten Tuk-Tuks in Frankreich anbieten», sagt Yves Jomain, ein Sprecher des Unternehmens. Er erläutert: «Der Geschäftsführer, Pierre-Gilles Jouot, ist ein Thailand-Liebhaber. Er hat drei Jahre an der europäischen Version gearbeitet.»
Und er hat sein Vorhaben realisiert. Die Tuk-Tuks kurven durch Cannes’ Straßen. Doch sind sie ans Abendland angepaßt: während die bunten Farben an die dreirädrigen Taxen in Asien erinnern – rosafarbene Polster, blauer Himmel, gelb- und lilafarbene Lackierung – lassen die Ausstattung und der Komfort keine Wünsche offen; die leuchtenden Farben und die verchromte Karosserie ziehen die Blicke der Passanten auf sich. An Bord: eine weich gepolsterte Sitzbank, ein LCD-Bildschirm, ein Automatikgetriebe.
Damit sind die Autorikschas attraktiv für viele: Urlauber lieben den Fahrspaß, Geschäftsleute können Anzeigen schalten, und so mit einem gewissen Streetmarketing rechnen. In den Tagen des Filmfestivals und auch den Sommer über werden die Tuk-Tuks auf den Straßen von Cannes fahren. Bond entkam seinen Feinden im Film «Octopussy» in einer Autorikscha. Damals fuhr er durch Indiens Straßen. Vielleicht sieht man ihn in den nächsten Wochen in einem Tuk-Tuk in Cannes.
Ed
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