30.11.2011 0
Provence & Côte d’Azur: Musste der kleine Emiliano sterben, weil niemand ihn beaufsichtigte?
Nizza: Kleinkind stranguliert sich in einer Kinderkrippe
Gestern hat die Vernehmung des Krippenpersonals begonnen. Es soll geklärt werden, ob Fahrlässikeit vorlag und warum niemand Emiliano bemerkte, als dieser sich hilflos eingeklemmt zwischen den Holzstäben befand.
Bei der Kindertagesstätte handelt es sich um eine sogenannte crèche associative, die von einem Verband geleitet und vom Staat finanziell unterstützt wird. Diese Form ist in Frankreich recht weit verbreitet. In den vom Verband Oeuvre des crèches (Krippenwerk) geleiteten fünf Kindertagesstätten werden insgesamt 800 Kleinkinder zwischen 2 Monaten und 4 Jahren von rund 150 Mitarbeitern betreut. In Rose-de-France sind 60 Kinder angemeldet. In allen fünf Krippen wurde inzwischen eine psychologische Betreuung für das Personal und die Eltern eingerichtet.
Für die sichere Installation aller für Kinder zugänglichen Gegenstände ist in der Regel ein technischer Dienst verantwortlich. Ob die Gitterstäbe überhaupt so weit auseinander liegen dürfen, dass der Kopf eines Kindes hindurchpasst, und warum die Betreuer nicht früher auf die mögliche Gefahrenquelle aufmerksam wurden, soll sich nach Abschluss der Untersuchungen der Sûreté departementale klären.
C.M.
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