29.11.2011 0
Provence & Côte d’Azur: Bei Schießereien im Großraum Marseille werden zwei Einbrecher getötet, ein Polizist befindet sich in Lebensgefahr
Polizist mit Kalaschnikow angegriffen
Weniger als 24 Stunden trennen die beiden tödlichen Schusswechsel voneinander. In der Nacht von Sonntag auf Montag stoppten Einsatzkräfte der brigade anti-criminalité (BAC) in Vitrolles das Fluchtauto einer Einbrecherbande nach einem Diebeszug durch Lebensmittelgeschäfte mit einer Nagelsperre.
Die Täter eröffneten daraufhin mit einer Maschinenpistole vom Typ Kalaschnikow das Feuer auf das Polizeiauto, verletzten einen Beamten mit Schüssen in beide Schultern und den Kopf schwer und flüchteten. Einer der Einbrecher wurde durch eine Kugel des Komplizen getötet und am Tatort zurückgelassen. Der Mann war der Polizei bekannt und sei bereits durch eine ganze Latte von Straftaten aufgefallen. Die ermittelnde Staatsanwältin äußert sich besorgt über das Missverhältnis zwischen der begangenen Straftat und dem Ausmaß der kriegsähnlichen "Verteidigung", mit dem sich die Täter gegen die Polizei zur Wehr setzten. Rund 25 Schüsse trafen den Einsatzwagen, das Leben von Menschen scheint hier keine Rolle zu spielen.
Montagabend gegen 19 Uhr war es dann im Marseiller Arrondissement la Rose zu einem erneuten Schusswechsel gekommen. Bei dem Versuch, einen Handwerksladen auszurauben, hatten drei Männer einen Alarm ausgelöst. Die örtliche Polizei traf fast umgehend am Tatort ein und wurde in eine Schießerei mit der sich mittlerweile in Besitz von Bargeld befindlichen Verbrecherbande verwickelt. Ein Einbrecher wurde im Verlauf des Schusswechsels getötet, ein anderer verletzt.
Erschreckend sei, dass Sie dabei keinerlei Hemmungen gezeigt haben, jemanden umzubringen, so die ermittelnde Staatsanwaltschaft.
In Südfrankreich häufen sich die Nachrichten über brutale Überfälle. Erst am Samstag töteten Gangster in Cannes
einen Juwelier.
C.M.
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