18.05.2010 0
Service: Anmeldung für die deutsch-französischen Rentensprechtage noch bis Ende Mai
Gut beraten in den Ruhestand
Alljährlich ergreifen die deutschen Rentenversicherungen und die Caisse Régionale d'Assurance Maladie (CRAM) du Sud-Est diese Initiative. Ziel ist es, den Versicherten, die sowohl in Frankreich als auch in Deutschland gearbeitet haben oder noch berufstätig sind, Beratungen in allen Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung und der zusätzlichen Altersvorsorge zu bieten.
Dieses Jahr finden die Sprechtage bereits zum zweiten Mal in Marseille statt. Am 29. und 30. Juni beantworten französische sowie deutsche Rentenexperten alle Fragen zum Thema Ruhestand, verschaffen einen Überblick über bestehende Ansprüche und nehmen auf Wunsch eine Vorausberechnung der Rente vor. Alle Leistungen sind kostenfrei. “Die Nachfrage ist allerdings jedes Mal sehr hoch”, sagt Dagmar Dawid, Ansprechpartnerin der DRV Bund und Mitorganisatorin der Sprechtage. “Deshalb sollte man sich frühzeitig anmelden und einen Termin ausmachen.”
Die Rentenexpertin sieht in diesem Angebot eine wichtige Anpassung an den sich entwickelnden Arbeitsmarkt. Nachdem in der Vergangenheit vor allem in grenznahen Orten wie im Elsass ein Bedarf einer übernationalen Zusammenarbeit bestand, werden solche Veranstaltungen heute in ganz Europa angeboten. “Wir richten uns nach den Ballungszentren von deutschen Beschäftigten. Gibt es eine große Anzahl von deutschen Berufstätigen an einem Ort, besteht auch ein Beratungsbedarf.” Nachdem frühere Veranstaltungen in Nizza bereits großen Zuspruch fanden, deckt Marseille ein noch größeres Einzugsgebiet ab.
“Im Prinzip ist die Kooperation zwischen den Rentenkassen in Europa schon sehr gut”, sagt Dagmar Dawid. “Trotzdem ist es für übernational Berufstätige umso wichtiger, sich frühzeitig beraten zu lassen und einen Rentenantrag zu stellen. Denn häufig müssen verschiedene Nachweise erst zusammengetragen und berechnet werden, bevor man einen genauen Überblick gewinnen kann.“ Auch der unterschiedliche Rentenbeginn in verschiedenen Ländern ist häufig Grund zur Verwirrung für Arbeitnehmer. Hier können die Berater ebenso mithilfe der vorgelegten Arbeitsnachweise Klarheit schaffen. Neben diesen Unterlagen und der Sozialversicherungsnummer sollte man zur Beratung auf jeden Fall den Personalausweis oder Pass mitbringen, um sich ausweisen zu können. Hat man Kinder, kann man auch für diese entsprechende Nachweise vorlegen.
Die Sprechtage finden in der CRAM du Sud-Est, Espace Provence in Marseille statt. Anmelden kann man sich noch bis zum 29. Mai unter: 08 21 10 13 00
LS
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