21.12.2011 0

Service: Behinderungen an Frankreichs Flughäfen wegen Streiks. Ein „minimaler Service“ per Gesetz soll künftig Engpässe vermeiden

Kaum Auswirkungen des Flugstreiks in Nizza

Seit Freitag ist vielerorts mit langen Warteschlangen an Frankreichs Flughäfen zu rechnen. Die Streiks der Sicherheitskontrollkräfte sorgen an den Airports Lyon-Saint-Exupéry, Paris-Roissy-Charles De Gaulle, Paris-Orly und Toulouse für Verärgerung bei den Reisenden. Die Forderungen der protestierenden Gesellschaften ICTS, Securitas, Brink’s und SGA: Erhöhung der Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Ab heute Morgen wurde der Streik neben Rennes und Basel-Mülhausen auch auf Nizza ausgeweitet, doch Behinderungen gibt es in Nizza bisher nicht.

Flughafen Nizza
Am Airport von Nizza starten die Flüge momentan nur mit leichten Verzögerungen. Foto: OliBac

Zwischen der Regierung und den Aktivisten ist es bislang zu keiner Einigung gekommen. Die Verhandlungen gestern  und heute (bis 17 Uhr) waren gescheitert. Mittlerweile ist Frankreichs Regierung bereit, Einsatzkräfte der Polizei und Gendarmerie die Protestierenden „abtransportieren“ zu lassen. Zudem ist es geplant, im Januar einen Gesetzesvorschlag durch die Nationalversammlung zu bringen, der im Falle einer Arbeitsniederlegung einen service minimun garantiert.

Der von dem UMP-Abgeordneten Eric Diard vorbereitete Entwurf besagt, dass Angestellte mindestens 48 Stunden im Voraus ihre Intention zu streiken darlegen müssen. Auf diese Weise könnten Fluggäste sich besser auf eventuelle Behinderungen im Luftverkehr einstellen, Verhandlungen ausgearbeitet werden und eine Neuzuteilung des Personals erfolgen. Der Vorschlag soll nun am 24. Januar in der Nationalversammlung vorgestellt werden.

Der Entwurf stößt bei Transportminister Thierry Mariani und Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet auf großen Anklang. Beide hatten sich vorher einstimmig zu den Streiks geäußert: „Eine Lösung muss gefunden werden. Reisepassagiere dürfen nicht zu Opfern dieses Konflikts werden.“

Zumindest schien es heute Morgen, dass sich die Situation zumindest in Orly normalisiert hat. In Roissy herrschen am Terminal 2F derweil noch immer meterlange Warteschlangen. In Nizza sind viele Flugzeuge mit leichter Verspätung abgehoben, längere Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle sind jedoch bisher nicht entstanden. Reisenden wird empfohlen sich vor Abflug auf den Homepages der Flughäfen zu informieren. Für Nizza:  www.nice.aeroport.fr

 C.M.


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