12.04.2010 0

Service: Gewerkschaften fordern umgehend Gespräche mit der Leitung der Eisenbahngesellschaft SNCF

Streik behindert Schienenverkehr im Süden Frankreichs massiv

Am sechsten Tag in Folge streiken heute SNCF-Bahnangestellte. Besonders betroffen ist der Südosten Frankreichs. Im Var und in den Alpes-Maritimes fährt streckenweise nur jeder achte Regionalzug.

TER-Zug
Nur jeder achte TER-Regionalzug verkehrt heute zwischen Marseille und Nizza. Foto: Florian Pépellin

Wie immer geht es um mehr Geld, das die Angestellten der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF verlangen, aber auch um die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze. Von Seiten der Arbeitgeber wurde heute ein Rundtischgespräch zur Klärung der Lage für den 21. April vorgeschlagen, sofern der Schienenverkehr sich bis dahin normalisiert habe. Die Gewerkschaften, darunter die federführende CGT-Cheminots, lehnten das Angebot ab. Gefordert wurden stattdessen umgehend Verhandlungen.

Während die Züge in und um Paris heute zu 90 Prozent nach Fahrplan verkehren sollen, geht in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) streckenweise fast nichts mehr. Der Schnellzug TGV zwischen Nizza und Paris etwa verkehrt heute nur viermal. Auf der TER-Verbindung Marseille-Nizza soll nur jeder achte Zug fahren, zwischen Nizza und Tende jeder siebte.

Details veröffentlicht die SNCF auf ihrer Homepage.

CGT-Cheminots und Sud-Rail hatten zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Sie bekräftigten heute, dass der Konflikt weit entfernt von einer Klärung sei. Mit weiteren Behinderungen im Schienenverkehr ist also auch in den kommenden Tagen zu rechnen. as

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