07.09.2011 0
Sport: Die «Classic Week» eröffnet den Reigen der klassischen September-Regatten
Ein Sir und vier alte Damen
Die Tuiga ist eine der vier noch aktiven 15-Meter-IR-Yachten, und zum ersten Mal in knapp hundert Jahren werden alle vier in einem Rennen gegeneinander antreten. Neben der Tuiga (1909) werden außerdem die Hispania (1908), die Mariska (1908) und die Lady Anne (1912) teilnehmen.
Die Monaco Classic Week ist die erste Regatta im September in der Kategorie der klassischen Yachten. Cannes und Saint-Tropez folgen (siehe auch S.10). Was sie aber unterscheidet: Auch Oldtimer-Motor-Yachten und Dampf-Yachten – also nicht nur Segelboote – sind mit am Start. Insgesamt mehr als 80 Schiffe werden das Wasser schäumen lassen.
Je nach Klasse gibt es verschiedene Wettbewerbe. Motorboote fahren etwa ein Rennen, in dem sie schätzen müssen, wie lange sie für den Parcours benötigen – unter Berücksichtigung der Wind- und Seeverhältnisse.
Segelrennen finden täglich um elf Uhr statt, und restaurierte Boote können zum fünften Mal den Prix La Belle Classe Restoration gewinnen.
Die diesjährige Jury setzt sich aus Größen des Segelsports wie Großbritanniens Sir Robin Knox-Johnston zusammen, der 1969, nach 312 Tagen auf See, als erster Mensch allein nonstop um die Welt gesegelt ist.
Weitere Highlights umfassen die Classic Lancia Turin-Monaco Rallye mit 15 Oldtimern auf Rädern, die mit einer Parade in den Straßen am Ufer aufwarten. Der Grund für diese Gast-Rallye ist ein kurioser: 1904, als das erste Motorboot-Rennen in Monaco stattfand, konnten Autohersteller wie Lancia ihre neu entwickelten Motoren schlecht auf der Straße testen. Not machte aber auch schon zu jener Zeit erfinderisch: Die Automotoren wurden einfach in Holzboote eingebaut und auf dem Meer auf Hochtouren gefahren.
CL/RN
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