30.05.2011 0
Monaco: Der «Grand Prix» ist vorbei, die Eindrücke sind geblieben
Fußball mit Dorffest-Atmosphäre
Rennfahrer und internationale Profi-Sportler lieferten sich zum Auftakt des «Grand Prix de Monaco» ein Fußball-Duell für wohltätige Zwecke – Helme wurden gegen Trikots eingetauscht, Overalls gegen Schienbeinschoner. Mit einem hohen Promi-Anteil war die Stimmung in dem nicht einmal halb vollen Stadion während der 90 Minuten entspannt und freundschaftlich.
Fürst Albert II. und Rennfahrer Fernando Alonso als Kapitäne der beiden Teams waren bereits Garanten für ein gelungenes Spiel. Das monegassische Staatsoberhaupt führte das «Star Team» an, Alonso die «Nazionale Piloti».
Formel-1-Piloten aus aller Welt und internationale Spitzensportler traten beim «World Stars Football Match» gegeneinander an. Seit nunmehr 18 Jahren besteht der Auftakt zum «Grand Prix de Monaco» traditionell aus dem Benefiz-Spiel. Das Team der Rennfahrer, die «Nazionale Piloti», trug ein schwarz-weiß kariertes Shirt, ganz im Stil der Formel-1-Fahnen; das «Star Team» (die Sportler) ein dezentes Trikot in Dunkelblau.
Unter den Rennfahrern waren zahlreiche Formel-1-Legenden vertreten: Michael Schumacher, Sebastian Vettel, Fernando Alonso, Nico Rosberg, Jarno Trulli, Jaime Alguersuari, Jérôme d’Ambrosio und Felipe Massa, um nur einige zu nennen. Zu dem Zeitpunkt war natürlich noch ungewiss, wer das Rennen am Sonntag macht – der Gewinner Vettel und seine deutschen Kollegen saßen auf der Ersatzbank.
Für das «Star Team» betraten unter anderem die Fußballer José Cobos und Jean-Luc Ettori, aber auch der Motorrad-Rennfahrer Loris Capirossi und Ski-Profi Peter Fill den Rasen. Selbst der DJ Bob Sinclair, der eigentlich das Halbzeitprogramm gestalten sollte, spielte mit.
Bereits nach wenigen Minuten wurde deutlich, dass es sich nicht um einen erbitterten Wettstreit handelt, sondern es um die Freude am Spiel für einen guten Zweck geht. Der Erlös fließt in den Wiederbaufbau der Kirche auf Haiti (Port au Prince), die bei dem Erdbeben 2010 komplett zerstört wurde.
Nach der ersten Halbzeit stand es 3:2 für die «Nazionale Piloti». Letztendlich gewann aber das «Star Team» mit 5:3 durch ein Tor in der 86. Minute durch Giuliano Razzoli (Alpin-Slalom-Skifahrer). Natürlich ließ die Balltechnik an manchen Stellen zu wünschen übrig, da nur einige Spieler tatsächlich Profi-Fußballer sind. Fernando Alonso, Felipe Massa, Vitaly Petrov und auch Bob Sinclair und José Cobos fielen dennoch positiv auf. Fürst Albert II. spielte allerdings nicht selbst mit.
Wer sich also schon frühzeitig Karten für den nächsten «Grand Prix de Monaco» reserviert, sollte sich die Gelegenheit, Sportler und Piloten auf dem Bolzplatz zu sehen, nicht entgehen lassen.
kea
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