30.01.2012
Kunst & Kultur: Opernfestival von Aix-en-Provence öffnet sich für zeitgenössische Komponisten
Keine Bange, das Sommer-Festival von Aix-en-Provence (5. - 27. Juli) bleibt seinem Wolfgang Amadeus Mozart treu, der seit 1948 mit mindestens einer Oper im Programm vertreten ist. Aber Festspielchef Bernard Foccroulle öffnet die Tür für zeitgenössische Komponisten wie den Engländer George Benjamin oder das elektronische Theater von Jean Michel Bruyère in Marseille.Weiterlesen … Mozart lässt Platz für Weltpremieren
23.12.2011
Service: Der Skandal um fehlerhafte Brustimplantate der Firma Poly Implant Prothèse (PIP) in La Seyne-sur-Mer zieht immer weitere Kreise. Heute ruft das Gesunheitsministerium dazu auf, Implantate entfernen zu lassen
Das französische Gesundheitsministerium hat am Freitag, 23. Dezember, eine Mitteilung veröffentlicht, in der es allen Trägerinnen von PIP-Implantaten empfiehlt, sich diese entfernen zu lassen. Grund für diese Empfehlung, die sich auf die Erkenntnisse einer Expertenkommission stützt, sei die erhöhte Infektionsgefahr, die von den Implantaten ausgehe. Ein erhöhtes Krebsrisiko sei bis heute jedoch nicht erkennbar, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums weiter. Auch in Deutschland sind bisher 19 Fälle geplatzter Implantate bekannt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn empfiehlt verunsicherten Frauen in Deutschland daher, ihren Chirurgen zu kontaktieren. Weiterlesen … Brustimplantate: Bundesinstitut rät verunsicherten Frauen, ihren Chirurgen zu kontaktieren
20.12.2011
Kunst & Kultur: „Begehbares Stilleben“ von Barjac jetzt in den Kinos - Ausstellung im Burda Museum
Anselm Kiefer, einer der bedeutendsten Gegenwartskünstler, ist wieder einmal in aller Munde. Anderthalb Jahrzehnte verwandelte er in der Provence eine Industriebrache in ein riesiges Gesamtkunstwerk. Jetzt ist in den Kinos ein Film über das Projekt angelaufen. Kiefer selbst hat angekündigt, als nächstes ein stillgelegtes Atomkraftwerk kaufen zu wollen, um es an sein „eigenes Netz hängen“. Wer aktuell Werke von Kiefer sehen will, kann das in Baden-Baden noch bis Mitte Januar tun. Weiterlesen … Nach Seidenfabrik „La Ribaute“: Wahlprovencale Anselm Kiefer will nun ein Atomkraftwerk kaufen
14.11.2011
Menschen: Im Krieg schraubte Zwangsarbeiter Georges Brassens bei BMW deutsche Flugzeugmotoren zusammen
Aus Anlass des 30. Todestages des Sängers, Komponisten, Dichters und Schriftstellers hat die Stadt Hyères den November 2011 zum Brassens-Monat erklärt und unter das Motto „Brassens ou la liberté“ gestellt. Die Veranstaltungen zu seinem Gedenken überstürzen sich.Weiterlesen … 30. Todestag: Hyères-les-Palmiers ehrt berühmten Chansonnier
17.10.2011
Provence & Côte d’Azur: 40 Prozent mehr Raubüberfälle-Fratze des Verbrechens grinst Kulturhauptstadt frech ins Gesicht
In knapp zwei Jahren will Marseille als Kulturhauptstadt Europas glänzen. Die große Chance, das traditionell schlechte Image als Ganovenmetropole aufzuhübschen, ist offenbar erkannt. Während Manager aber an ungezählten wohlgemeinten Projekten arbeiten, macht die zweitgrößte Stadt Frankreichs ihrem miesen Ruf als «südfranzösisches Chicago» (Kriminologie-Professor Alain Bauer) alle Ehre. Die Zahl der Verbrechen steigt ins Uferlose, so dass sich gar der französische Innenminister gezwungen sah, die cité phocéenne persönlich mit dem Ziel zu besuchen, «Recht und Ordnung wiederherzustellen».Weiterlesen … Reinster Guerillakrieg in Marseille
16.10.2011
Kunst & Kultur: Der scharfzüngige Journalist ("Soldaten sind Mörder") setzt sich an die Côte d´Azur ab und lässt Ossietzky im Stich
80 Jahre ist es her, da provoziert Kurt Tucholsky (1890-1935) mit dem berühmten Wort "Soldaten sind Mörder!" und gerät so ins Visier der Justiz. Doch statt sich vor Gericht für seinen Kommentar in der Berliner Zeitschrift "Die Weltbühne" zu verantworten, verdrückt sich der bekannte Journalist nach Südfrankreich. In dem damals noch verträumten Badeörtchen Le Lavandou im Var frönt er weit vom Schuss einem süßen Leben. Ungetrübt genießen jedoch kann er es nicht. Ihn plagt das schlechte Gewissen, weil sein Chefredakteur, der spätere Friedensnobelpreisträger Karl von Ossietzky, nunmehr allein den Kopf hinhalten muss. In etlichen Briefen an seine von ihm getrennt lebende Frau Mary sucht der scharfzüngige Zeitkritiker mit allen denkbaren Argumenten seine "Fahnenflucht" zu rechtfertigen. Tatsächlich bestärkt ihn Mary (geb. Gerold) in seinen Gedankengängen. Erst später bedauert er sein Versagen und schämt sich, weil er in einem entscheidenden Augenblick seines Lebens gekniffen hat. 1935 nimmt sich Tucholsky in Schweden das Leben.Weiterlesen … Tucholsky in Le Lavandou: Schwere Selbstzweifel trüben Sinnenglück und Seelenfrieden
02.10.2011
Menschen: Pierre Gruneberg ist eine lebende Legende. Seit 60 Jahren gibt er Schwimmunterricht am Grand Hôtel du Cap Ferrat
Er ist einer jener Glücklichen mit Traumjob, in dem das Geldverdienen schnell zur Nebensache wird: Im Winter arbeitet Sonnyboy Pierre Gruneberg als Skilehrer, im Sommer bringt er Superreichen und deren Nachwuchs an der Côte d’Azur das Schwimmen bei. Seit mehr als 60 Jahren. Weiterlesen … Sonnyboy mit Traumjob
12.08.2011
Italienische Riviera: Die bildende Künstlerin Yvette Silya stellt ab Sonntag in Porto Maurizio aus
Ligurien ist seit langem gerade für nordeuropäische Künstler eine wahre Inspirationsquelle. Besonders in der Provinz Imperia haben viele ein Zweitdomizil, wo sie in der ursprünglichen Landschaft Kraft für ihre Werke schöpfen. Weiterlesen … Zwischen Frankfurt & Imperia
10.08.2011
Kunst & Kultur: Klaus Harpprecht schrieb im Var die Geschichte einer großen Liebe
Der seit fast drei Jahrzehnten in La Croix-Valmer (Var) lebende deutsche Journalist Klaus Harpprecht hat nach seinem Erfolg mit der Biografie von Gräfin Marion Dönhoff (Rowohlt) ein weiteres Buch über das spannende Leben einer Frau geschrieben. Es erzählt die Geschichte einer großen Liebe während des zweiten Welkrieges, der dramatischen Liebe zwischen der damals mit Abstand berühmtesten und bestbezahlten französischen Schauspielerin Léonie Bathiat ("Arletty") und dem deutschen Besatzungsoffizier Hans Jürgen Soehring (1908-1960).Weiterlesen … "Mein Hintern kennt keine Nation"
21.07.2011
Musik & Kultur: Rolling Stones vor 40 Jahren im Exil an der Côte d´Azur
1971 – vor also 40 Jahren – waren die Rolling Stones ziemlich runter. Die legendäre Rockgruppe hatte mit krassen Steuer- und Drogenproblemen zu kämpfen und stand ständig im Visier der Polizei. In ihrer britischen Heimat waren die weltberühmten Musiker - respektive der damals 28jährige Bandmitbegründer Keith Richards ("Angie") - unerwünscht. Also gingen sie ins Exil, ließen sich an der Côte d´Azur nieder, arbeiteten (wie) im Rausch an einem neuen Album mit dem beziehungsreichen Titel "Exile on Main St." und machten mit ihrem Rennboot den Küstenabschnitt zwischen Menton und Marseille unsicher, ihre "Mainstreet Riviera". Weiterlesen … "Die Riviera war unsere Mainstreet"