10.08.2010 0
Wirtschaft: 28 ausländische Investoren entschieden sich 2009 für die Côte d’Azur
Attraktiver Standort
Mit dieser Anzahl an ausländischen Investoren ist das Departement Alpes-Maritimes in der Region PACA führend und profitiert davon. Die internationalen Unternehmer sorgen hier immerhin für 30 Prozent der neu geschaffenen Arbeitsplätze.
Mit den «Trophées de l'Implantation 2010» wurden jetzt die Unternehmen mit dem größten Beitrag zur Entwicklung der Region ausgezeichnet. Preisträger sind das dänische Pharmaunternehmen Lundbeck, der niederländische Spezialist für digitale Sicherheit Gemalto (Partner des Projekts «Nizza, Stadt der kontaktlosen Mobilfunkdienste») sowie der deutsche Solarenergieanbieter Colexon. Das Hamburger Unternehmen hat seine Niederlassung vor anderthalb Jahren in Nizza-Arénas gegründet. Wir sprachen mit dem Vorstandsvorsitzenden Thorsten Preugschas.
RCZ: Was genau macht Colexon?
Thorsten Preugschas: Wir bieten Projektentwicklung und -realisierung für schlüsselfertige Solaranlagen zur Energiegewinnung, für gewerbetreibende Kunden direkt oder für institutionelle Investoren. Darüber hinaus sind wir im Großhandel und in der Energieerzeugung tätig. Das heißt, wir betreiben die Solarkraftwerkanlagen auch, die wir gebaut haben. Zudem bieten wir Module, Komponenten und Komplettsysteme auf dem internationalen Markt an.
Warum haben Sie sich für Nizza als Standort entschieden?
Der Südosten verfügt nachweislich über die stärkste Sonneneinstrahlung in Frankreich und kann durchaus mit Regionen in Mittel- und Südspanien mithalten. Darüber hinaus war uns bei der Standortwahl wichtig, dass wir dort kompetentes Personal finden. Nicht zuletzt profitieren wir von der guten Anbindung und Nähe zum Flughafen.
Unternehmensgründung in Südfrankreich – wie sind Ihre Erfahrungen?
Bürokratie kennen wir auch aus Deutschland. Hier war es vielleicht etwas intensiver, aber wir wurden dennoch überall mit offenen Armen aufgenommen. Natürlich gab es auch Hindernisse. Diese lagen jedoch im Detail und konnten recht schnell gelöst werden. Für uns war es eher eine Herausforderung, unser Potential unter Beweis zu stellen. Sonst könnte ja jeder eine Niederlassung hier gründen. Wir haben versucht, die Anforderungen zu verstehen und uns an die bürokratischen Notwendigkeiten des Landes anzupassen.
Wie sind Ihre Pläne für den französischen Markt?
Bereits heute leisten die Projekte in Südfrankreich einen signifikanten Beitrag zu unserem Umsatz. In Nizza beschäftigen wir zurzeit sechs Mitarbeiter, zehn sollen es demnächst werden. Die Solaranlage in Sainte-Maxime geht Ende dieses Monats ans Netz. Wenn sich die Projekte weiter so gut entwickeln, können es langfristig auch 25 bis 30 Mitarbeiter werden. Der französische Markt soll in Zukunft ein Drittel unseres Geschäftes ausmachen.
Das Interview führte: Silke Seehars
Gegründet 2005, erzielt die COLEXON Energy AG mit 125 Mitarbeitern einen Umsatz von 188 Millionen Euro (Pro forma 2009) und hat weltweit mehr als 1700 Solarkraftwerke realisiert.
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