29.06.2010 0
Wirtschaft: Eine Untersuchung des hiesigen Wirtschaftsobservatoriums zeigt: Die Wirtschaftslage erholt sich
Auf dem Wege der Besserung
Im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Nice Côte d'Azur hat das Institut Sirius die Umsätze genau unter die Lupe genommen und die Zahlen des ersten Trimesters 2010 mit denen des vergangenen Jahres verglichen.
In dem untersuchten Zeitraum lässt sich ein allgemeiner Umsatzanstieg von 1,5% feststellen. Firmen mit Exportschwerpunkt haben sogar 5% Zuwachs verzeichnen können. Allerdings gibt es gravierende Unterschiede - nicht nur zwischen den einzelnen Sektoren, sondern auch von Firma zu Firma. 60% der Unternehmen konnten trotz aller Schwierigkeiten ihre Umsätze steigern. Durschnittlich konnte der Industriesektor ein Plus von 6,5% erzielen, der Handel +2,5% und der Dienstleistungssektor +0,5%. Gleichzeitig musste das Baugewerbe allerdings einen ausgeprägten Rückgang von –6% einstecken und ist damit der am stärksten betroffene Sektor. Eine beunruhigende Tatsache, ist er doch neben Industrie und Hotelgewerbe der wichtigste Arbeitgeber in der Region.
Dominique Estève, Präsident der Industrie- und Handelskammer Nice Côte d'Azur, spricht vom «Beginn eines Aufschwungs». «Der Arbeitsmarkt an der Côte d’Azur stabilisiert sich und die Umsätze der Firmen steigen an. Einige Bereiche wie das Baugewerbe sind allerdings in Schwierigkeiten», bestätigte er die vorliegenden Zahlen kürzlich auf einer Pressekonferenz.
Der Tourismus als wichtiger Motor der ansässigen Wirtschaft erholt sich hingegen langsam. Aufgrund «außergewöhnlicher Umständen» wie Monsterwellen und Überschwemmungen kamen in den vergangenen Monaten weniger Gäste als gewöhnlich. Laut Estève könne man im Sommer aber wieder auf zahlreiche ausländische Urlauber zählen.
Die jeweiligen Jahresumsätze sehen folgendermaßen aus: ein starker Anstieg rund um Grasse (+13%) und Menton (+8,5%) sowie ein leichter Zuwachs in und um Cannes (+3,5%) und Carros-Plaine (+2%). Ein Rückgang wurde in Nizza (-1,5%) und Antibes (-2,5%) konstatiert.
Für die kommenden Monate ist die Tendenz – außer für die Industrie – leicht fallend für alle Sektoren. Wird das Auswirkungen auf den Arbeitsmakt haben? Es bleibt zu hoffen, dass die Alpes-Maritimes die Krise nicht allzu verspätet überwinden werden…
SKN
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