17.05.2010 0

Wirtschaft: Europäische Wirtschaftsregionen erörtern in Sophia-Antipolis den Ausbau von Innovationssystemen

Europa setzt auf Innovation

Die Skema Business School – ehemals CERAM – in Sophia-Antipolis war Gastgeber der Auftaktveranstaltung für das europäische Projekt ERMIS (Effective Reproducible Model of Innovation System). In der gemeinsam von neun EU-Ländern durchgeführten Kooperation geht es vorrangig um die interregionale Zusammenarbeit der 15 teilnehmenden Wirtschaftsregionen. Ein Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen den Teilnehmern ist dringend notwendig, um deren verschiedene bewährte Methoden auf ein lokales Innovationssystem zu übertragen und es effektiver zu machen.

Teilnehmerfeld der ERMIS-Konferenz zur Eröffnungsveranstaltung 2010 an der SKEMA Business School.
Teilnehmerfeld der ERMIS Konferenz zur Eröffnungsveranstaltung 2010 an der SKEMA Business School.

Da die lokalen Wirtschaftsstandorte dem enormen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel der letzten zwei Jahrzehnte ausgesetzt sind, leiden diese unter dem zunehmenden globalen Wettbewerb. An diesem Punkt setzt das ERMIS-Projekt an: Es verhilft den Teilnehmerregionen bei der Vernetzung und beschleunigt Ideentransfer und Innovationsprozess.

Die ERMIS-Partner erhalten somit eine Hebelwirkung für ihre lokale Innovationspolitik und Systeme. Die Entwicklung eines wirksamen und systemischen Ansatzes für die Teilnehmerregionen unter Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette, der wirtschaftlichen als auch der politischen Akteure ist das gemeinsame Ziel.

Diesem kam man auf der Tagung in Sophia-Antipolis (Alpes-Maritimes) mit dem Erfahrungsaustausch zwischen den westeuropäischen Teilnehmerländern und den neu eingetretenen mittel- und osteuropäischen Länder wieder einen Schritt näher. Die 15 Partner nutzten diese Gelegenheit sofort und klärten grundlegende Fragen in drei Workshops und mehreren Vorträgen.

Der erste Workshop erörterte die Frage: „Wie beeinflusst Mobilität des Wissens die Innovation?“ Unter der Leitung von Ludovic Dibiaggio wurde der erste Workshop mit der essentiellen Frage „Wie erreichen Unternehmen mit der Hilfe externer Aktoren Innovation?“ eröffnet.

Die zweite Gruppe diskutierte mit einem fünfköpfigen Team die Frage der Schlüsselerfolgsfaktoren von öffentlichem und privatem Wissenstransfer. Jorge Izquierdo Zubiate leitete als Generaldirektor der ADEuropa das größte Teilnehmerfeld durch die komplexen Fragestellungen.

Im dritten Workshop wurden Determinanten für den Erfolg eines innovationsfördernden Umfeldes besprochen. Philippe Perez leitete diese Diskussion mit der Frage
„Ortsgebundenes Wissen: Ist das eine ausreichende Bedingung für Innovation und Entwicklung?“ ein.

Die aus den über zweistündigen Workshops resultierenden Erkenntnisse flossen sofort in die Arbeit und die Ausrichtung des ERMIS-Projektes ein und halfen den hochkarätigen Teilnehmern ihren Horizont angesichts der Innovationsförderung zu erweitern. Unter den begeisterten Akteuren fanden sich die Köpfe der Chambre de Commerce et d’Industrie Nice Côte d’Azur, der Fondation Sophia Antipolis, die Verantwortlichen der EU-Kommission, und selbst der ehemalige Senator Pierre Laffitte ließ sich diese Konferenz nicht entgehen.

Das Fazit der Auftaktveranstaltung lautet, dass Europa grundsätzlich verstanden hat, die Ideenvielfalt und deren Innovation zu fördern. „Nun gilt es, den besonderen Wirtschaftsfaktor Innovation für Europa zu nutzen. Das ERMIS-Projekt ist ein großer Schritt in die richtige Richtung“, sagte abschließend ein zufriedener Jorge Zubiate.

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Bericht: Tristan Frhr. von Schindel
Bild: © 2010 CCI Nice Côte d'Azur

TvS
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