09.02.2011 0
Wirtschaft: Steigende Treibstoffpreise und fehlende finanzielle Unterstützung aus Korsika erschweren den Fährverkehr zwischen der Côte d’Azur und der Île de la beauté.
Fährgesellschaft «Moby» droht mit Einstellung der Verbindung Toulon-Bastia
Luigi Parente, Vorstandsmitglied bei «Moby», beklagt die fehlende Unterstützung der Région Corse. Bei der Eröffnung der Fährverbindung im April letzten Jahres hatte Korsika eine finanzielle Beteiligung an dem Projekt versprochen. Diese wurde bisher jedoch nicht umgesetzt. Seit vier Generationen auf Sardinen verankert, beharrt die italienische Kompanie nun auf den ihr zustehenden Anspruch auf finanzielle Hilfe durch die collectivité territoriale der Île de la Béauté. Die Direktion der Fährgesellschaft betont, dass sie die Kosten für die Transport-Verbindung sonst nicht mehr gewährleisten kann. Des weiteren erschwert der in die Höhe kletternde Ölpreis die Aufrechterhaltung des Fährverkehrs. Die Krise in Ägypten hat den Barrel-Preis auf dem Markt explodieren lassen, sodass 159 Liter des europäischen Rohöls «Brent» nun an die hundert Dollar kosten. Parente betont, dass sich die Treibstoffkosten für eine Hin- und Rückfahrt zwischen Genua und Olbia/Sardinien mittlerweile auf 70 000 Euro belaufen. Diese Entwicklungen zeigen schließlich immense Auswirkungen auf die Ticketpreise, welche «Moby» für Anwohner Sardiniens bereits gesenkt hatte. Fabian Paoli, Präsident des Unternehmens «Moby France» betonte jedoch, dass im Hinblick auf die Einstellung der Linie noch nichts entschieden sei. Die Zukunft der Fähre zwischen Toulon und Bastia, die während der ersten Saison 135 000 Personen zwischen den zwei Städten transportierte, werde diese Woche in Paris im conseil d’administration de la direction générale der Reederei verhandelt. JD
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