27.01.2011 0

Wirtschaft: Frauenpower mit Fun-Faktor Der International Women’s Club bringt Frauen an der Côte zusammen

Frauenpower mit Fun-Faktor

Es braucht nicht viel mehr als ein Grüppchen von Frauen, die einst an der Côte d’Azur gestrandet sind – und schon entsteht einer der größten Vereine weit und breit: Der «International Women’s Club of the Riviera» wurde vor mehr als 20 Jahren gegründet, damals noch als «Sophia Women’s Club», und zählt heute mehr als 750 Mitglieder zwischen Menton und Saint-Tropez. Sie alle eint der Wunsch, Freunde zu finden in einer Region, die in der Regel nicht ihre Heimat ist.

Frauenclub
Christa Mund-Hoym (l.) und Janet Grant leiten den internationalen Club

Die Aktivitäten in den drei Regionalgruppen «Var», «Alpes-Maritimes» und «Monaco» reichen vom wöchentlichen Coffee Morning, einer Art Kaffeeklatsch, in den meisten größeren Städten über Wanderungen und andere sportliche Aktivitäten bis hin zu kulturellen Unternehmungen und vor allem Charity-Events. Denkbar ist so gut wie alles, was Spaß bringt. Die allgemeine Clubsprache ist Englisch.

«Viele unserer Mitglieder haben unglaubliche Geschichten zu erzählen», sagt Janet Grant, die neue Vereinspräsidentin. Die Frauen kommen aus 60 verschiedenen Nationen und bringen die unterschiedlichsten Lebensläufe mit. An spannendem Gesprächsstoff mangelt es daher nie.

Anfangs waren es die Ehefrauen, deren Männer es beruflich in den Technologiepark Sophia-Antipolis verschlagen hatte, die sich zusammentaten, um sich in der Wahlheimat besser zurechtzufinden und soziale Kontakte zu knüpfen. Aber bald schon wurde der Verein zum Selbstläufer. Heute gibt es fast täglich irgendwo ein Treffen – ob in Fréjus, Cannes oder Vence.

Geredet und gelacht wird bei allen Veranstaltungen viel, das ist ja der Sinn des Ganzen, nur ein Thema ist tabu: Business machen. Visitenkarten verteilen oder seine Kunstwerke unter die Leute bringen zu wollen, wird nicht akzeptiert. Jede Gruppe – sei es «Bücher», «Bridge», «Kochen» oder «Kino» – hat ihre Leiterin. Sie wird im Zweifel einschreiten, wenn der Spaß- und Freizeitfaktor missachtet wird.

Die heutige Clubchefin selbst kam durchs Wandern zu den International Women. «Ich kannte Wanderungen nur in meiner Heimat Wales – das ist hier in den Seealpen natürlich eine ganz andere Herausforderung für mich», schmunzelt die energiegeladene Dame, die es 1996 mit ihrem Mann eher zufällig nach Saint-Paul verschlagen hat.  
Eigentlich ist Janet Grant im Ruhestand. Die Vereins-Präsidentschaft allerdings könnte sie gut und gerne fünf Tage die Woche voll beschäftigen, sagt sie, so viel gebe es zu planen, zu managen, zu schlichten. Denn eins sei auch klar: Wenn so viele Nationen, Kulturen und Persönlichkeiten aufeinander treffen, geht es nicht immer ohne Reibungen ab. Dafür sorge allein die Sprache.

Apropos Sprache: Janets Vertreterin, die Vize-Präsidentin, ist die Deutsche Christa Mund-Hoym. Sie stieß übers Tennis zu den International Women, als sie mit ihrem Mann 2002 an die Côte d’Azur kam. Seither hat sie nicht nur ihre Vorhand, sondern vor allem auch ihr Englisch enorm verbessert.

Eine Mitgliedschaft bei den internationalen Frauen verpflichtet kaum – willkommen ist auch, wer nicht permanent in der Gegend wohnt. Die Frauen im Club sind zwischen 20 und 85 Jahre alt. Da findet garantiert jeder seinem Alter und seinen Interessen entsprechend Anschluss!

Und Männer? Sie bleiben nicht völlig außen vor. Bei «social events» sind sie oftmals eingeladen, etwa beim monatlichen Sonntags-Lunch.

Wer nun Interesse gefunden hat an dem internationalen Club, der findet den Einstieg am besten über einen Coffee Morning. Ausführliche Infos hält die Website bereit (www.iwcr.org), und Christa Mund-Hoym gibt gerne auch persönlich Auskunft: Tel. +33 (0)6 82 58 59 01.        

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