08.08.2010 0

Wirtschaft: Studie zur Halbzeit der Feriensaison zeigt deutliche Veränderungen im Touristenstrom

Mehr Touristen aber weniger Geld

Die "Galeries Lafayette" in Nizza boten vor kurzem den Rahmen für eine Presse-Erklärung des Staatssekretärs für Tourismus Hervé Novelli. Am Rande eines Besuches zog er ein Fazit der ersten Hälfte der französischen Tourismussaison 2010. Die Entscheidung für diese Örtlichkeit ist symbolträchtig. Nirgendwo anders kann man wohl besser den Strom von Touristen und deren Zahlungswilligkeit beobachten als in dem renommierten Kaufhaus an der Côte d’Azur.

Insgesamt konnte bisher ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen in Frankreich festgestellt werden. Bis zu 10 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Andererseits geben die Touristen immer weniger Geld aus. Vor allem die französischen Urlauber ließen sehr wenig Geld in den Ferienorten. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Instituts Credoc (Centre de recherche pour l'étude et l'observation des conditions de vie) beschwerten sich vor allem die befragten Franzosen über Preisanstiege für Aktivitäten und Unterkünfte. Bei letzterem sparen die Urlauber im eigenen Land am meisten. Bis zu 32 Prozent weniger Geld gaben sie bisher für Hotels und Ferienwohnungen aus.

Der Staatssekretär verkündete die Rückkehr vieler unterschiedlicher Nationalitäten nach Frankreich hingegen als erfreuliche Nachricht. Touristen kämen mittlerweile aus allen Teilen der Welt. Unter den Zahlungsfreudigsten seien die Russen, Inder und Chinesen. Diese Nationenvielfalt mag auch daran liegen, dass Reisen immer billiger wird. Die Anzahl an Low-Cost Flügen stieg in den letzten zwei Jahren um fünf Prozent an.

LS 

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