23.11.2009 0

Wirtschaft: Fusion von CERAM und ESC Lille unter Dach und Fach

SKEMA – Die Geburt eines Hochschulgiganten

5 600 Studenten, 20 000 Absolventen, 138 Professoren. Ohne Zweifel: Die SKEMA Business School setzt Maßstäbe, an denen sich künftige Konkurrenten auf dem Elite-Hochschulmarkt messen müssen. Der Zusammenschluss der CERAM Business School in Sophia-Antipolis mit der Groupe ESC Lille ist seit dem 16. November offiziell.

Bernard Lecomte, Jean-Pierre Raman, Alice Guilhon und Dominique Estève
Die neue Leitung der SKEMA Business School v.l.n.r.: Bernard Lecomte, Präsident, Jean-Pierre Raman, Generalbeauftragter, Alice Guilhon, Dekanin, Dominique Estève, stellvertretender Präsident

Der Plan, mit der SKEMA (School of Knowledge Economy and Management) ein in dieser Größenordnung in Frankreich noch nicht dagewesenes Bildungsprojekt zu verwirklichen, wurde erstmals Ende Juni angekündigt, gefolgt von einer mehrmonatigen Phase notwendiger Umstrukturierungen. Nun steht der dreifachen Präsenz der Hochschule im Hexagon – in Paris, Lille und Nizza / Sophia-Antipolis – nichts mehr im Weg.

Die Nähe des Namens zum Wort Schema kommt dabei nicht von ungefähr, sondern soll zum Ausdruck bringen, dass neue Pfade beschritten, neue Ideen umgesetzt werden, um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Wesentlicher Bestandteil des neuen Konzepts ist es dabei, den Studenten und zukünftigen Führungskräften die Grundlagen zu einem ganzheitlichen und nachhaltigen Denken zu vermitteln und auf diesem Wege "ein internationaler Bezugspunkt in der Welt der Business Schools zu werden", so Alice Guilhon, die Dekanin der neuen Managementschule.

Nicht wenig hat man sich freilich vorgenommen, strebt man doch ein Miteinander von Zielen und Werten an, die sich erfahrungsgemäß nicht selten unversöhnlich gegenüberstehen. So will der aus der Taufe gehobene Gigant einerseits Begriffe wie Internationalität, Innovationskraft und nachhaltige Leistung großschreiben, andererseits sollen aber auch humanistisches Denken, Offenheit für andere Kulturen und das Wissen um die eigenen Wurzeln nicht dem Rotstift zum Opfer fallen. Auf dem ersten Platz in Frankreich, was die Studentenzahlen betrifft, auf dem zweiten hinsichtlich der Anzahl von Dozenten und mit dem fünftgrößten Budget aller Grandes Écoles ist man aber alle Mal gewappnet, auch eine solche Herausforderung zu meistern.

C.G.

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