03.10.2011 0
Monaco: Dieses Jahr keine Dividende für SBM-Aktionäre
Wachstum gegen rote Zahlen
Die SBM mit ihren rund 3000 Mitarbeitern ist mehrheitlich monegassisches Staatseigentum. Neben fünf Casinos besitzt sie das Hotel de Paris, Hotel Hermitage, Monte-Carlo Bay Hotel & Resort und Monte Carlo Beach Hotel sowie 33 Gourmet-Restaurants, darunter das Louis XV-Alain Ducasse.
Bereits im Juni hatte die SBM einen Verlust von 17,3 Millionen Euro bei einem konsolidierten Umsatz von 361,7 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2010/ 2011 angekündigt. Nun müssen die Aktionäre mit der Vergütung von 0,01 Euro-Cent je Aktie zufrieden sein, im Einklang mit den Statuten der SBM-Gruppe.
Laut Verwaltungsratspräsident Jean-Luc Biamonti ist es das erste Mal seit 1996/1997, dass das Ergebnis der SBM in den roten Bereich rutscht. Selbst im schwierigen Wirtschaftsjahr 2009/ 2010 verzeichnete die SBM noch einen Gewinn von 1,1 Millionen Euro bei einem konsolidierten Umsatz von 374,1 Millionen.
Biamonti erklärt den Gewinnrückgang der Gruppe mit dem stagnierenden Glücksspielsektor, insbesondere beim französischen Online-Wettanbieter Bet-Clic, an dem die SBM beteiligt ist. «Die Online-Aktivität entwickelt sich eigentlich gut, ist aber mit Schulden belastet», erklärte der Präsident in einer Pressekonferenz. «Das Durchführen von Online-Wetten in Frankreich ist mit hohen Steuern belegt, was wiederum den Wettbewerb von illegalen Seiten fördert. In Italien dagegen ist die Einrichtung von Online-Casinos deutlich einfacher. Jedes Land macht seine eigenen Regeln. Wir hoffen auf eine Gesetzgebung, die mehr Synergien in Europa ermöglicht. Ziel ist es, BetClic Everest zum erfolgreichsten Akteur in Europa zu machen.»
Die Antwort der SBM auf die negative Entwicklung ist Wachstum. «Wir haben nicht einen sou Schulden ... wir brauchen unsere Investitionen nicht zu stoppen», so Biamonti.
So solle ein Neubau das bestehende Art-Deco-Winter-Sporting-Gebäude am Place du Casino ersetzen. Der attraktive und wettbewerbsfähige Ersatzbau werde größer ausfallen, mit umfassenderen Strukturen, luxuriösen Geschäften und einem fünften Casino. Damit sich auch eine begehrte, neureiche asiati-schen Kundschaft angesprochen fühlt, müsse man sich anpassen, sagt Biamonti und führt aus: «Chinesische Spieler erwarten Öffnungszeiten rund um die Uhr, Chinesisch sprechendes Personal und ein gewisses Essensangebot.»
Im Ausland hat die SBM einen Management-Vertrag für den Monte-Carlo Beach Club in Abu Dhabi und plant, künftig weitere ähnliche Dienstleistungen in anderen Bereichen in den Emiraten und in Marrakesch anzubieten.
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