04.08.2010 0

Wirtschaft: Die JCI lud zum dritten Business-Event ins Café de Paris

Weg vom alten Image!

Beim dritten englischsprachigen Business-Dinner der Jeune Chambre Economique vereinten sich Diplomatie und Dinnergenuss zu einem gelungenen Abend. Unter dem Motto «Monaco’s Image abroad: the Ambassadors’ point of view» hatte die JCI zwei kompetente Redner eingeladen: Claude Giordan vertritt als Botschafter die Interessen Monacos in Deutschland, Österreich, Polen und Russland, Henri Fissore ist monegassischer Botschafter in Australien, Japan und Portugal.

Jeune Chambre Economique
Die monegassischen Botschafter Claude Giordan und Henri Fissore mit dem Präsidenten der jungen Handelskammer Monaco, Kevin Hin. Die Damen: unsere Marketing-Mitarbeiterin Petra Benzing und Hannah Marshall, Redakteurin der Riviera Times

Gäste waren neben jungen Leuten aus Monacos Business-Community auch einige wichtige Vertreter des Fürstentums: Frank Biancheri, Regierungsberater für Internationale Beziehungen, und Sophie Thevenoux, Beraterin für Wirtschaft und Finanzen, wohnten dem Event bei. Nach einem Begrüßungscocktail auf der Terrasse des Café de Paris berichteten die Botschafter von ihren Erfahrungen.

Giordan stellte als größtes Problem heraus, dass Menschen im Ausland Schwierigkeiten hätten, sich eine Vorstellung von Monaco zu machen. Seiner Erfahrung nach beziehe sich 95 Prozent der Außenwahrnehmung Monacos auf die Fürstenfamilie. Die restlichen fünf Prozent bestünden aus einem bunten Begriffsmix von Grand Prix, Glücksspiel, Glamour und Steueroase.

Ernst warnte er anschließend, Monaco müsse sich in der Außenwahrnehmung wandeln und seine positiven Qualitäten in die Welt tragen: Das hochklassige Kulturangebot, die Umweltpolitik und die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft seien Vorzeigeaspekte. Außerdem müsse es noch selbstverständlicher werden, in Englisch zu kommunizieren.

Henri Fissore stimmte seinem Kollegen in vielen Punkten zu: «Nur Menschen, die mit Monaco näher vetraut sind, wissen um dessen Beitrag zur Kulturlandschaft.» In wirtschaftlicher Hinsicht konnte sich Monaco bis jetzt kaum einen Namen machen, stellte Fissore fest, obwohl es gute Bedingungen für Unternehmen biete. Auswärtige seien beeindruckt vom Gesundheitssystem, von der guten Kommunikation und Verwaltung und der Leichtigkeit, in dem Land Fuß zu fassen.

Der Schlüssel für ein besseres Image Monacos liegt für ihn darin, diese Stärken hervorzuheben und Fürst Alberts Fortschrittsbemühen deutlich zu machen. «Letztendlich», beschloss er seinen Vortrag, «sind internationale Einwohner die besten Botschafter, die Monaco finden kann, denn ihr Wort gilt in ihren Heimatländern am meisten.»

HM/LS

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