02.03.2010 0
Menschen & Lifestyle: Eine Traumrolle für Christine Neubauer, die besonderen Ausdruck fordert
Starke Frau im Vatikan
Wie fühlten Sie sich in der Rolle als Ordensschwester?
Man würde es vielleicht nicht glauben, wenn man mich privat kennt, aber ich habe mich im Habit einer katholischen Schwester sehr wohlgefühlt. Die Haube mit Schleier kann aber auch eine große Last sein. Man hört nur noch schlecht und spürt einen großen Druck am Kopf. Ich hatte abends oft Kopfweh.
Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit Remo Girone als Papst Pius XII. empfunden?
Remo ist ein Schatz von Mensch und Kollege. Ich hätte mir keinen besseren Papst Pius vorstellen können. Trotz der beiden Sprachen – er Italienisch, ich Deutsch – in denen wir drehten, haben wir uns schauspielerisch blind verstanden.
Was hat Sie in dieser Rolle am meisten gefordert?
Es war schon das eingeschränkte Spielfeld. Schleier und Haube geben nur einen kleinen Teil meines Gesichts frei, und jeder Ausdruck muss darin liegen.
Was waren Ihre schönsten Erlebnisse?
Durch diese Rolle habe ich Orte und Städte intensiv kennen gelernt, in die ich sonst nie kommen würde. Diese Dreharbeiten haben sich angefühlt, als würden wir ein Roadmovie machen. Auch die Welt der Klöster und des Vatikans erleben zu dürfen, war für mich ein intensives Erlebnis, das mich sehr bereichert hat.
Zurzeit drehen Sie für den ARD-Film «Wie ein Stern am Himmel» in Patagonien/Chile.
Worum geht es in diesem Film?
«Wie ein Stern am Himmel» ist die Geschichte eines deutschen Ehepaares, das in Patagonien ein Kind adoptieren möchte. Als Kinder in einem Heim schwer krank werden, deckt die Frau, also ich, einen Skandal auf.
Sie haben bereits in vielen Filmen und Theaterstücken gespielt. Welche Rolle würde Sie noch reizen?
Rollen wie die der Schwester Pascalina sind mein Traum. So könnte es weitergehen.
Interview: Silke Seehars
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