18.05.2010 0
Monaco: Am 22. Mai schließt das Casino für acht Monate
Die Würfel sind gefallen
Sich in Europas Vorzeige-Spielbank die Jetons durch die Finger gleiten zu lassen, beim Roulette das richtige Händchen zu beweisen oder die Gegner am Pokertisch wie Marionetten zu steuern – das ist nicht nur der Traum zahlreicher Zocker. Auch dem Glücksspiel ansonsten ferne Touristen nutzen ihren Besuch in Monaco nicht selten für einen Abstecher in die heiligen Hallen des Betreibers Société des Bains de Mer. Denn nirgends zeigen sich Black Jack, Slotmaschinen und Co. von einer nobleren Seite als im Fürstentum. Doch Glücksritter und Liebhaber des altehrwürdigen Casinos müssen jetzt stark sein. Das Spielparadies wird seine Tore für umfassende Renovierungsmaßnahmen acht Monate lang schließen.
Schon beim Betreten des prachtvollen Atriums stockt so manchem Besucher der Atem: Im Interieur dominieren Gold, Marmor und Onyx-Elemente; die einzigartigen Buntglasfenster, Skulpturen und Fresken in den berühmten Salles de Jeux unterstreichen den prachtvollen Rahmen. Doch ist es bereits 147 Jahre her, dass der französische Architekt Charles Garnier das Bauwerk oberhalb des Mittelmeers konstruierte. Um weiterhin mit Prunk und Pomp zu glänzen und das Casino auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, muss das Etablissement daher eine Generalsanierung über sich ergehen lassen.
Während im Casino voraussichtlich bis Januar 2011 gewerkelt wird, bleibt das Gebäude für die Öffentlichkeit unzugänglich. Aber aufs Glücksspiel muss dennoch nicht verzichtet werden. Die Spieltische werden im «Salle des Palmiers» des Nachtclubs Monte-Carlo Sporting Club d'Eté aufgestellt, und bei schönem Wetter wandern wieder einige von ihnen auf die Terrasse. CD
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