26.01.2010 0

Monaco: Das Fürstentum feiert seine Schutzpatronin

Prozessionen und ein brennendes Boot zu Ehren der Heiligen Dévote

Der 27. Januar ist in Monaco ein bedeutender Feiertag: Sainte Dévote. Die Heilige ist Schutzpatronin des Fürstentums. Für sie wurde die Kirche Sainte Dévote errichtet. Noch immer inbrünstig verehrt, finden sich ihre Motive in Kirchen und sogar auf den Münzen des Stadtstaates wieder. Heute und Morgen gedenkt Monaco seiner Schutzheiligen mit einer Reihe von Festlichkeiten.

Doch zunächst ein kurzer Einblick in die Geschichte:

Laut einer Legende wurde die junge korsische Christin Dévote unter dem römischen Kaiser Diokletian im Zuge der Christenverfolgung zu Tode gefoltert. Mit einem Schiff sollte ihr Leichnam von Korsika nach Afrika gebracht werden. Doch es kam ein Sturm auf. Eine weiße Taube entflog aus dem Mund der Devote und führte das Boot nach Monaco.

Ein Andachtsort kennzeichnete fortan den Ort der Grabstätte. Zahlreiche Gläubige kamen, um dort zu beten. Eines Nachts raubte ein Fischer die Reliquien der Heiligen. Dieser wurde jedoch von anderen Fischern verfolgt und gestellt. Als Vergeltung wurde das Boot des Räubers anschließend am Strand verbrannt.

Die Feierlichkeiten zu Ehren der Heiligen Devote

Dienstag, 26. Januar

Um  9.30 Uhr in der Kirche „Sainte Dévote“: traditionelle Messe in monegassischer Sprache

Um 18.30 Uhr am Port Hercule: Eintreffen einer Barke im Hafen als Symbol für die Ankunft der Schutzpatronin. Anschließend Prozession bis zur Kirche der Sainte Devote. Nach dem sogenannten „Heiligen Sakrament“ wird das symbolische Fischerboot zum Andenken an die Heilige Dévote von Albert II. und der fürstlichen Familie entflammt. Der Abend endet mit einem Feuerwerk am Hafen von Monaco.

Mittwoch, 27. Januar

Um 9.45 Uhr in der Kathedrale: Messe und Empfang der Reliquien. Anschließend feierliche Prozession in den Straßen von Monaco-Ville.

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