12.01.2010 0

Monaco: Alexia Barrier brach gestern zu ihrer Weltumseglung auf

Solo-Segeltörn im Auftrag des Umweltschutzes

Sie hat eine Mission. Ganz allein will Alexia Barrier im Dienst des Klimas, der Forschung und neuer Technologien die Welt umsegeln. Dafür stach sie gestern Nachmittag mit ihrer 18 Meter langen Öko-Yacht «4myplanet» in See. Nach ihrem Start in Monacos Port Hercule nimmt die 30-Jährige nun Kurs auf Kapstadt. Ihre über 100-tägige Reise führt sie vorbei an Städten wie Auckland, Rio de Janeiro und New York, zurück ins Fürstentum, wo die Seefahrerin Mitte Juni plant, wieder die Anker zu werfen.

Alexia Barrier
Gegen 13 Uhr setzte Alexia Barrier in Monacos Port Hercule die Segel. Copyright: Claire Lathbury

«Eine sehr kalte Nacht, Winde von 30 Knoten blasen mir mitten ins Gesicht», schreibt Alexia Barrier auf der Homepage ihres Projekts «4myplanet» über ihre ersten 24 Stunden allein auf weiter See.

Mit ihrer aufsehenerregenden Tour möchte die 1,56 Meter kleine Seglerin des Monaco Yacht Club vor allem auf die Bedeutung des Klimaschutzes aufmerksam machen. Gesponsort wird sie dabei unter anderem von der «Fondation Prince Albert II. de Monaco» und dem Ozeanographischen Museum.

Barrier will beweisen, dass eine Segelyacht heutzutage sehr wohl in der Lage ist, sich umweltfreundlich, ohne Kohlenstoffdioxid-Ausstoß fortzubewegen. Ihr Boot wurde daher mit einem Elektro-Motor ausgestattet.

Zudem wird die Skipperin auf dem fünfmonatigen Trip dank ihres High-Tech-Labors an Bord, Daten von der Wasseroberfläche der fünf Weltmeere sammeln und diese auf direktem Wege verschiedenen Institutionen übermitteln – unter anderem der WWF, dem CNRS (Centre national de la recherche scientifique) und Ifremer (Institut Francais de Recherche pour l'Exploitation de la Mer) sowie der Stiftung des monegassischen Fürsten.
Diese hoffen, mithilfe der Daten neue Erkenntnisse für ihr Projekt «Rettung der Ozeane» zu gewinnen.

Während einiger Zwischenstopps lädt Alexia Barrier außerdem Kinder und Jugendliche auf ihr Segelschiff ein, um deren Interesse für die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Welt zu wecken. Immerhin ruht die Hoffnung, im Bereich Klima- und Umweltschutz etwas zu bewegen, auch und vor allem auf dieser Generation.

Alexia Barrier hat sich also hohe Ziele gesteckt. Da bleibt eigentlich nur noch, «bon voyage» zu wünschen.

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